Was ist ein Auftragverkauf?
Was es bedeutet
Im Sneaker-Markt ist ein Auftragverkauf (consignment) eine Vereinbarung, bei der ein Besitzer seine Sneaker bei einem Drittanbieter-Händler oder einem spezialisierten Shop hinterlegt. Der Verkäufer behält das rechtliche Eigentum an den Schuhen, bis ein Verkauf stattfindet. Der Shop fungiert als Verkaufsagent und vermarktet den Artikel. Nach einem erfolgreichen Verkauf zieht der Shop einen vorab vereinbarten Provisionssatz vom Endverkaufspreis ab, bevor er den Rest an den Besitzer auszahlt. Dies ist das direkte Äquivalent zu einem Konsignationsvertrag im traditionellen Einzelhandel. Das Risiko verlagert sich vom Verkäufer (der sich nicht um den Verkauf kümmern muss) auf den Shop (der das Risiko des unverkauften Lagerbestands trägt).
Was es für den Preis bedeutet
Die Provisionsgebühren mindern den Nettogewinn direkt. Wenn ein Shop 30 % Provision nimmt, muss der Endverkaufspreis 30 % höher angesetzt werden als der gewünschte Nettobetrag. Bei stark nachgefragten, authentifizierten Releases verlangen Auftragshändler oft 20 % bis 40 % Provision. Bei minderwertigeren oder älteren Beständen liegen die Gebühren eher bei 15 % bis 25 %. Eine gängige Preisstrategie ist es, ein seltenes Paar Jordans für 1.500 $ auf Kommission anzubieten, in der Erwartung, dass der Shop es für 2.000 $ verkauft, um seine Kosten und Marge zu decken. Wenn die Gebühr des Shops 30 % beträgt, netto erhält der Verkäufer 1.400 $.
Wie man es erkennt
Der Begriff „consignment“ findet sich normalerweise in der Beschreibung des Shops oder in den Verkaufsbedingungen, nicht unbedingt in der Artikelanzeige selbst. Beim Kauf ist der angegebene Preis der *Einzelhandelspreis* (retail price), nicht der Endpreis. Verkäufer, die Dienstleistungen des Auftragverkaufs nutzen, müssen klare Dokumentationen bezüglich der Bedingungen des Shops vorlegen. Achten Sie auf Diskrepanzen zwischen dem angegebenen Preis und der beworbenen Provisionsstruktur des Shops. Ein Warnsignal ist, wenn ein Shop einen Artikel ohne Angabe seiner Provisionshöhe oder Rückgaberichtlinien listet.
Klug kaufen
Es ist gerechtfertigt, einen Aufpreis für einen Kauf über einen Auftragverkauf zu zahlen, wenn der Artikel eine spezialisierte Authentifizierung oder Zugang zu einem hochfrequentierten, etablierten Vertriebskanal erfordert. Wenn der Schuh sehr begehrt ist (z. B. eine limitierte Yeezy- oder Travis Scott-Kollaboration), kann die Marketingkraft des Shops einen Aufschlag von 20–30 % über dem Privatverkaufspreis rechtfertigen. Für gewöhnliche, leicht überprüfbare Bestände lohnt sich der Aufpreis nicht. Ein fairer Deal beinhaltet einen Shop, dessen Provisionssatz klar veröffentlicht ist und mit den Industriestandards für die Seltenheitsstufe des Sneakers übereinstimmt.
Klug verkaufen
Wenn Sie Lagerbestände auf Kommission anbieten, maximiert Transparenz bezüglich des Zustands und der Herkunft des Artikels den Endverkaufspreis. Hochauflösende Fotos der Box, der Tags und jeglicher einzigartiger Abnutzungsspuren helfen dem Shop, den Artikel korrekt einzupreisen. Die wichtigste Information, die Sie angeben sollten, ist der Nachweis der Authentifizierung oder die Originalkaufquittung, falls vorhanden. Diese Dokumentation ermöglicht es dem Shop, den Artikel als „Verified“ oder „Deadstock“ zu vermarkten, was typischerweise einen Aufschlag von 5 % bis 10 % gegenüber nicht verifizierten Angeboten erzielt.
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