Was ist ein Import?
Was es bedeutet
„Import“ im Vinyl-Sammlerbereich bezeichnet jede Platte, die außerhalb des primären heimischen Marktes (z.B. USA, UK, EU) gepresst oder vertrieben wurde. Dies unterscheidet sich von einer heimischen Pressung, die für den lokalen Markt hergestellt wurde. Imports sind nicht einfach nur international versandte Platten; es handelt sich um physisch unterschiedliche Pressungen – mit anderen Matrixnummern, Mastering-Ingenieuren oder Verpackungen, die spezifisch für das ausländische Gebiet sind. Diese Variationen stellen einen sammelbaren Wert dar. Der Begriff umfasst alles von japanischen OBI-Strip-Editionen bis hin zu europäischen Mono-Pressungen.
Was es für den Preis bedeutet
Die Preiswirkung eines Imports ist sehr variabel und hängt von der Nachfrage nach dieser spezifischen regionalen Variante ab. Eine begehrte, limitierte japanische Pressung eines großen Titels kann das 2- bis 5-fache des Preises einer Standard-Heimischen Pressung in ähnlichem Zustand erzielen. Umgekehrt kann ein gängiger Import aus einem weniger begehrten Gebiet nur einen Aufschlag von 10–20 % oder manchmal gar keinen erzielen. Der Zustand ist der Haupttreiber; ein ansonsten seltener Import in VG+-Zustand könnte 150 $ kosten, während dieselbe Pressung in G/VG auf 75 $ fallen könnte.
Wie man es erkennt
Die Verifizierung erfordert die Überprüfung der physischen Artefakte. Die zuverlässigsten Indikatoren sind das Herkunftsland, das auf dem Plattenlabel aufgedruckt ist (z.B. „Made in Japan“), und die Gravuren im Runout Groove (Matrix-/Stamper-Nummern). Verschiedene Gebiete verwenden unterschiedliche Mastering-Codes. Beispielsweise wird eine US-Pressung unterschiedliche Matrixcodes aufweisen als eine europäische Pressung desselben Albums. Verkäufer müssen klare, hochauflösende Fotos des Labels und des Deadwax-Bereichs zur Authentifizierung bereitstellen. Fehler passieren oft, wenn Verkäufer eine Standard-Heimische Pressung fälschlicherweise als Import deklarieren.
Klug kaufen
Es ist gerechtfertigt, einen Aufpreis für einen Import zu zahlen, wenn die Variante nachweislich selten ist, einzigartige Artwork aufweist oder ein spezifisches, gewünschtes Mastering darstellt (z.B. eine als überlegen bekannte japanische Pressung). Wenn der Import eine gängige Pressung ist, die im Inland günstig erhältlich ist, ist der Aufpreis unbegründet. Ein fairer Deal sieht vor, dass der Import einen Aufschlag von 30 % bis 75 % auf die Standard-Heimische Version erzielt, vorausgesetzt, der Zustand ist vergleichbar. Wenn der Preisunterschied 100 % übersteigt, ohne dass eine entsprechende Seltenheit vorliegt, ist der Kauf wahrscheinlich überteuert.
Klug verkaufen
Ein Artikel als „Import“ zu listen oder den Ursprung anzugeben (z.B. „Japanese Import“) grenzt die Käuferbasis sofort auf Sammler ein, die speziell nach dieser regionalen Variante suchen, was einen höheren Preisrahmen ermöglicht. Das wirkungsvollste Beweismittel ist ein klares, gut beleuchtetes Foto des Labels, das das Herstellungsland zeigt. Die Angabe des spezifischen Gebiets (z.B. „German Import“) ist besser als ein generisches „Import“, da es gezielteres Interesse weckt und einen höheren Verkaufspreis rechtfertigt.
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