Was ist "Best Offer"?
Was es bedeutet
"Best offer" (oft abgekürzt als "BO") ist eine formelle Verhandlungsanfrage eines Käufers. Es ist kein fester Preis, sondern eine Angabe des höchsten Preises, den ein Käufer derzeit für einen Artikel bereit ist zu zahlen. Im Kontext des Sammelns und Wiederverkaufens ist es eine direkte Einladung, den angegebenen Listenpreis zu verhandeln. Der Begriff ist das gängige Äquivalent zu "verhandelbarer Preis". Er signalisiert, dass der Verkäufer bereit ist, Transaktionen unter dem angegebenen Einzel- oder Listenpreis zuzulassen.
Was es mit dem Preis macht
Die Auswirkung der Annahme eines BO ist eine direkte Reduzierung des Bruttogewinns. Ein Standardlistenpreis stellt die Obergrenze dar. Die Annahme eines BO bewegt die Transaktion hin zur Untergrenze. Bei hochvolumigen, gängigen Artikeln kann die Annahme eines BO den Gewinn um 10–25 % reduzieren, um einen sofortigen Verkauf zu sichern. Bei seltenen oder stark nachgefragten Artikeln ist die Annahme eines BO unter 80 % des Listenpreises im Allgemeinen nachteilig, es sei denn, der Verkauf ist für sofortiges Kapital notwendig. Wenn ein Artikel beispielsweise für \$100 gelistet ist, opfert die Annahme eines BO von \$70 \$30 potenziellen Gewinn für garantierte Liquidität.
Wie man es erkennt
Das "best offer" ist normalerweise als Button oder als spezifische Textaufforderung auf der Verkaufsplattform sichtbar. Es ist nicht inhärent im Artikel selbst. Um die Legitimität des Angebots einzuschätzen, prüfen Sie die Historie des Käufers. Ein neues Konto, das ein niedriges BO für einen hochwertigen Artikel abgibt, erfordert Vorsicht. Wenn das Angebot extrem niedrig ist (z. B. 30 % des Listenpreises), könnte es sich um eine "Lowball"-Taktik handeln und nicht um eine ernsthafte Bewertung. Verkäufer sollten detaillierte Fotos des Zustands des Artikels anfordern, insbesondere wenn das BO deutlich unter dem Marktdurchschnitt liegt, um zu bestätigen, dass der Artikel der Beschreibung entspricht und nicht falsch dargestellt wird.
Klug kaufen
Es ist gerechtfertigt, einen Aufpreis für einen Artikel zu zahlen, basierend auf einem verhandelten "best offer", wenn der Artikel eine Lücke in einer Sammlung schließt oder wenn der Verkäufer als zuverlässig gilt und der Artikel authentifiziert ist. Es lohnt sich nicht, einen Aufpreis zu zahlen, wenn der Artikel häufig ist oder wenn der Verkäufer unbekannt ist. Ein fairer Deal ergibt sich, wenn das BO innerhalb von 5–10 % des etablierten Durchschnitts des Sekundärmarktes für diese spezifische Zustandsnote liegt. Wenn der Marktdurchschnitt \$50 beträgt und der Verkäufer \$75 verlangt, ist ein BO von \$65 angemessen; ein BO von \$40 ist wahrscheinlich zu niedrig.
Klug verkaufen
Die Auflistung eines Artikels mit dem expliziten Hinweis "Or Best Offer" signalisiert dem Markt, dass der Preis flexibel ist. Dies erweitert den Kreis potenzieller Käufer und zieht preisempfindliche Interessenten an. Das wirkungsvollste Wort oder Foto, um bei BOs einen Aufpreis zu erzielen, ist die Provenienz (Dokumentation des Ursprungs oder früheren Besitzes) oder ein hochauflösendes Foto, das den *mint*-Zustand des Artikels deutlich zeigt. Wenn der Artikel nachweislich makellos ist, kann der Verkäufer die Verhandlung höher ansetzen, da er weiß, dass der Käufer für den garantierten Zustand und nicht nur für den Artikel selbst bezahlt.
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